2007

02. Dez. 2007

Klausauszug und Klausbescherung
Der Advent ist die Vorbereitungszeit auf Weihnachten, und der erste der vier Adventssonntage ist zugleich der Anfang des Kirchenjahres. Dies war auch das Thema von Pfarrer Urs Elsener am Sonntagabend bei der Klaus-Aussendung vor der Pfarrkirche.

Nach den Produktionen der Clairongarde, von Tambouren begleitet, war der Kirchplatz von einer gespannt wartenden Menschenmenge belagert, wie kaum je zuvor. Pfarrer Urs Elsener, der in Begleitung von fünf Samichläusen und zehn Schmutzli aus dem Hauptportal der Pfarrkirche trat, erläuterte, dass es in der Adventszeit hauptsächlich darum gehe, Freude und Frieden in die Familien zu bringen.
Zugleich erinnerte Urs Elsener an den heiligen Nikolaus von Myra, Bischof und Bekenner, Wohltäter und Wundertäter, der besonders in diesen Tagen unsere Aufmerksamkeit verdient. Bewiesen hätten dies Murianer und auch Zugewanderte, die kürzlich zu Hunderten zum Murianer Chlaushüsli gepilgert waren, um dem Samichlaus und seinen Helfern ihre Aufwartung zu machen. Der Hauptchlaus betonte seinerseits, dass man beim Betrachten einer brennenden Kerze daran erinnert werde, dass alles Menschliche vergänglich sei, und kündete an, dass man sich zu Hause nunmehr auf den Besuch des Samichlaus einstellen könne.
Nachdem Pfarrer Elsener ein Gebet gesprochen und den Segen gegeben hatte, war das Zeichen zum Klaus-Auszug erfolgt. Eine Menge Volk begleitete die Samichläuse und Schmutzli, als die Geisselchlöpfer ihr Signal gegeben hatten und die Treichler mit ihrem bedächtigeren Rhythmus das Schritttempo angaben.
Durch die mit Fackeln Spalier stehenden Blauringmädchen und Jungwächter und angeführt von Laternenträgerinnen und ‑trägern ging der Umzug in allgemeiner Richtung Marktstrasse, wo er schon von ungezählten Kindern mit ihren Eltern zur Bescherung erwartet wurde. In der Mitte sass der Haupt-Klaus auf dem von zwei Pferden gezogenen Wagen, der beladen war mit den Aber-Hunderten von Chlaussäckli, die nun zur Verteilung gelangen sollten.
Die Säcklifrauen und die St.‑Nikolaus-Gruppe Kolping hatten einmal mehr auf verlässliche Art dafür gesorgt, dass die unzählten Chlaussäckli – dank der finanziellen Unterstützung durch die katholische Kirchgemeinde – rechtzeitig bereitgestellt waren, so dass auch dieses Jahr kein Kind unbeschenkt von dannen gehen musste. Die Bescherungsaktion war auch diesmal begleitet von feierlicher Weihnachtsmusik, was einmal mehr für einen stimmungsvollen Einstieg in die Adventszeit sorgte.


Zeitungsbericht vom Freischütz

27. Nov. 2007

Im und ums Murianer Chlaushüsli
Für den Samichlaus naht die arbeitsreiche Zeit wieder. Beim Chlaushüsli in Muri durften sich Kinder und Eltern am vergangenen Samstag, am Sonntag und gestern Montagabend einmal mehr überzeugen, wie viel Arbeit anfällt, bis der Samichlaus mit seinen Gaben ins Dorf ziehen und von Haus zu Haus gehen kann.

Tausende kleine Lichtlein wiesen den Weg vom Parkplatz der Kirche hinunter zum Chlaushüsli. Schnee lag keiner, und es war auch noch nicht winterlich kalt, nur unangenehm feucht. Zwischen zwei Reihen von beleuchteten Tännchen hindurch gelangten die Eltern mit ihren Sprösslingen zum Chlaushüsli, wo nach dem Eindunkeln geschäftiges Treiben herrschte. Hilfskläuse begrüssten die Ankommenden, wechselten einige Worte oder erkundigten sich da und dort nach dem Befinden.
Vor dem Hüsli sägten die Schmutzli mit den Kindern Holz oder zeigten den Kleinen, wie man sich Benno, dem Esel, richtig nähert, ohne dass dieser nervös wird oder gar Reissaus nimmt. Nun, Benno hatte am Wochenende wieder einmal im besten Sinn des Wortes eine Eselsgeduld. Er liess sich vom ganzen Rundherum wenig beeindrucken und widmete sich am liebsten dem Heu, das ihm die Schmutzli bereitgelegt hatten.
Einige Meter vom Chlaushüsli entfernt, bei der Feuerstelle, hatten andere Schmutzli den Teekessel übers offene Feuer gehängt. Mit dem wärmenden Getränk versorgten sie die kleinen und grossen Besucher, die sich vor dem Chlaushüsli auch zum Gespräch trafen.
Der Samichlaus selbst aber hatte sich ins Chlaushüsli zurückgezogen, um sich vorzubereiten. Dann las er den Kindern und ihren Eltern, die ihn in der Wärme besuchten, eine weihnachtliche Geschichte vor. Diesmal erzählte er von einem seiner Kollegen, welcher die Familien im Dorf besuchen wollte, plötzlich aber in einer Scheune auf einem Heusofa landete. Dafür erlebte er nun, wie die plötzlich auftauchenden Kinder des Dorfes für ihn die schönsten Lieder sangen.
Und während der Samichlaus so erzählte, schoben im hinteren Teil des Chlaushüslis die Bäckerchläuse Backblech um Backblech in den Ofen. Am Schluss nämlich, nach dem gemeinsam gesungenen Lied «Was isch das för n es Liechtli», erhielten Klein und Gross beim Hinausgehen ein fein duftendes Stück Lebkuchen in die Hand gedrückt.
So durften sich draussen im Maiholzwald die Kinder und die Erwachsenen am vergangenen Wochenende und gestern Montagabend einmal mehr davon überzeugen: Der Murianer Samichlaus und seine Helfer sind für die kommenden anspruchsvollen Besuchstage bestens gerüstet. Nun stellt sich nur noch die Frage, was sie denn in den Häusern wohl erwartet.


Zeitungsbericht vom Freischütz

Okt. 2007

Die St. Nikolaus-Gruppe Kolping Muri ist wieder aktiv
Die Murianer St. Nikolaus-Gruppe ist eine selbständige, recht aktive Untergruppe von Kolping. So trifft sie auch auf eigene Verantwortung ihre Vorkehren für die vorweihnachtliche Klauszeit, dieses Jahr mit Beginn am Freitag, 23. November. Es wartet genügend Arbeit auf sie: Lichterketten, Klaushüsli, Organisation des Klausauszugs, Klausbescherung, Besuche von Familien, Heimen und von Institutionen.

Alles, wie seit Jahren gehabt, doch mit einer Änderung: Der langjährige Oberchlaus Edi Burkart demissionierte letztes Jahr und wurde zum Ehrenoberchlaus ernannt. Zum neuen Oberchlaus gewählt wurde Philipp Staubli, Grindelstrasse 16, Muri. Letztes Jahr wurde das Urgestein Edi Burkart gebührend verabschiedet: Seit 1955 hatte er geschmutzlet, seit 1965 den Klaus verkörpert, vor 15 Jahren wurde die St.?Nikolaus-Gruppe Kolping zu einem festen Gebilde. Übrigens: Gattin Vreni und Schwiegertochter Marion bleiben weiterhin aktiv, Edi und Martin nach Möglichkeit.
Mit der Klauseröffnung am vergangenen Dienstagabend im Pfarrsaal unterhalb der Pfarrkirche ist die St.?Nikolaus-Gruppe Muri auch dieses Jahr rechtzeitig aktiv geworden, um alle organisatorischen Voraussetzungen zu schaffen für eine wiederum erfolgreiche Klausaktion 2007 samt Klaushüsli. Oberchlaus Philipp Staubli konnte über fünfzig Helferinnen und Helfer begrüssen und musste gegen dreissig aus plausiblen Gründen entschuldigen. Erfreulich, dass unter den Anwesenden etliche neue Gesichter von Jugendlichen auszumachen waren.


Zeitungsbericht vom Freischütz

Eingestimmt wurde der Hock zur Klauseröffnung mit einem schmackhaften Nachtessen und Tranksame nach Wahl, als Dank für die so gut geleisteten Dienste zahlreicher Beteiligter und Einsatzwilliger während der letzten Klaussaison. Zuvorkommend serviert übrigens von den Vorstandsmitgliedern und deren Gattinnen.
Im Rückblick belobigt wurden alle an Auszug, Klausaktion, Klaushüsli, Familienbesuchen, Heimbesuchen Beteiligten: Samichläuse, Schmutzli, Säcklifrauen, Jungwächter, Blauringmädchen, Clairongarde, Treichlergruppe, Geisselchlöpfer, Claudia und Markus vom Lindenhof mit dem Pferdefuhrwerk, Musikbetreuer, Revierförster Beat Bossert, der jeweils mit Lichterbäumen in der Umgebung des Klaushüslis die richtige Stimmung hinzaubert. Aber auch Pfarrer Urs Elsener und Sigrist Hans Keusch, die Sponsoren und die ansässige Presse wurden in den Dank miteinbezogen. Fazit: Über der ganzen letztjährigen Aktion habe ein guter Stern gestanden!
Als Chef des Klaushüsli-Teams gab Josef Frey mit einer gewissen Befriedigung bekannt, dass das Klaushüsli nun bereits zum 14. Mal im Angebot ist, und dass sich dieses mit dem Erzähl-Samichlaus und der Lebkuchen-Bäcki sichtlich steigender Beliebtheit erfreut. Während der drei genannten Tage dürften sich wiederum mehrere hundert Besucher einfinden. Damit aber alles klappt, ist er auf zahlreiche Hilfskräfte angewiesen. In diesem Zusammenhang wies er auf den Einsatzplan hin, der sich im Umlauf befindet, um sich einzuschreiben. Am Freitag, 23. November, nachmittags müssen die Lichterketten vorbereitet werden, am Samstag, 24. November, morgens wird das Klaushüsli eingerichtet. Samstag, Sonntag und Montag ab 16 Uhr steht das Klaushüsli mit seinen Attraktionen jeweils den Besuchern offen.
Am Dienstag, 27. November, morgens wird das Klaushüsli geräumt, am Nachmittag werden die Lichterketten gereinigt. Auch der Klaushüsli-Chef hatte verschiedenen Sponsoren zu danken – für Zuwendungen, Material und Unterstützung.
Nachdem die Einteilungsdaten bereinigt und festgelegt waren, konnte man sich genüsslich Kaffee und Cremeschnitten zuwenden. Für die kommende Zeit war man sichtlich motiviert.


Vorstand Thomas Frey, Philipp Staubli, Bruno Meyer, Josef Frey, Edi Burkart; auf dem Bild fehlen Andrè Bühlmann und Rolf Küng

2008


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